Computerviren per E-Mail

E-Mails als Einfallstor

E-Mails können Viren im Anhang enthalten. In einer Behörde oder Einrichtung wird eine E-Mail normalerweise an zwei Stellen auf Viren untersucht („gescannt“): zentral beim Empfang der E-Mail aus dem Internet und zusätzlich auf Ihrem Computer, wenn Sie die E-Mail öffnen. Achten Sie darauf, ob Ihr Virenscanner aktiviert oder ein Fehler anzeigt ist - auch zuhause!

Weshalb Sie trotzdem vorsichtig sein sollten:

  • Es gibt kein Schutzprogramm, das alle Viren beseitigen kann
  • Es sind Situationen denkbar, in denen der Virenscanner nicht arbeiten kann, z. B. wenn eine E-Mail verschlüsselt ist
  • Allein das Betrachten einer E-Mail kann einen Virus aktivieren

Um Viren allein durch das Betrachten einer E-Mail auszuführen, müssen bestimmte Voraussetzungen erfüllt sein. Moderne E-Mail-Programme und Betriebssysteme sind normalerweise gut gegen solche Angriffe geschützt und von Ihrer Behörde oder Einrichtung sicher eingerichtet. Jedoch besteht immer ein gewisses Restrisiko:

  • Automatische Ausführung von Skripten: E-Mail-Programme sollten so eingestellt sein, dass sie Skripte oder Makros nicht automatisch ausführen. Dies könnte sonst dazu führen, dass potenziell gefährlicher Code aktiviert wird, sobald die E-Mail geöffnet wird.
  • Anzeige von HTML-Inhalten: E-Mails im sog. HTML-Format können eingebettete Skripte oder andere schädliche Elemente enthalten. Falls der E-Mail-Client automatisch HTML-Inhalte darstellt, könnte dies ein Risiko darstellen.
  • Vorschau-Funktion: Manche E-Mail-Programme zeigen eine Vorschau der eingehenden Nachrichten. Diese Funktion kann ausreichend sein, um schädlichen Code auszuführen, besonders wenn sie so konfiguriert sind, dass sie HTML-Inhalte oder Anhänge automatisch laden.
Achtung

Daher sollten Sie:

  • E-Mail-Inhalten und Dateianhängen nicht ungeprüft vertrauen,
  • keine unbekannten oder merkwürdig erscheinenden E-Mails öffnen,
  • keine Änderungen an den Sicherheitseinstellungen Ihres E-Mail-Programms vornehmen,
  • keine Dokumente und Programme von Unbekannten öffnen, ohne sich zuvor über deren Vertrauenswürdigkeit zu vergewissern.